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Damals: Erste Zeilen unseres Pitches…

Am 17. November findet im Hamburger Betahaus der betapitch statt. Als Teil des Orga-Teams lese ich gerade Bewerbungen. Heute Abend werden wir entscheiden, welche Startups sich vor der Jury präsentieren dürfen. Beim Scannen der Bewerbungen kamen mir ein paar Dinge in den Kopf, die ich gleich drüben in unserem Firmen-Blog posten werde. Beim Schreiben kam mir in den Sinn, dass auch ich vor zig (12) Jahren mal einen schriftlichen Pitch eingereicht habe, um einen Platz in einem Inkubator zu ergattern. Ich schäme mich für diese Zeilen heute ein wenig. Aber sie unterstreichen meinen Punkt: Wir haben eine Geschichte erzählt, haben neugierig gemacht. Letzten Endes haben wir nicht gewonnen. Aber Sinn und Zweck des Schreibens, also zum Venture-Kapital-Geber eingeladen zu werden, den haben wir erfüllt… Ach, seht doch einfach (gekürzt) selbst:


Regen prasselt rhythmisch auf die parkenden Autos, spielt diese typische Hamburger Melodie. Ich laufe durch die Straßen, Regenschirme mit mürrisch dreinblickenden Gesichtern darunter kommen mir entgegen, hastig suchen Passanten sich einen Unterstand. Keiner scheint sich mit diesem Wetter zu arrangieren. Da – ein paar Meter neben mir – hält ein Auto in einer Parkbucht. Hinter der Windschutzscheibe sitzen zwei junge Männer. Wie alt mögen sie sein? Mitte zwanzig schätze ich.

Sie unterhalten sich angeregt, lachen und gestikulieren, sie wirken zufrieden, so als würde dort, in diesem kleinen schwarzen Auto mitten im Regen gerade etwas Wichtiges passieren, als wäre dies gerade ein besonderer Moment. Gern würde ich jetzt hören können worüber die beiden reden, einfach im Fond Platz nehmen und ihnen lauschen. Ich würde folgendes hören:

Der Eine: Ey, wollen wir nicht mal was Geiles im Netz machen? Ich hab mir mal überlegt, dass es echt zuwenig coole Sachen gibt, die man sich gerne anguckt. Ich will mal irgendetwas Schönes machen, nicht so´n Schmutz, den man sonst überall sieht.

Der Andere: Ja? Und?

Der Eine: Na ja, halt irgendetwas Cooles. So was „derBauer.de“ mäßiges. Monsterflash, Digger!

Der Andere: Ja, aber die haben doch überhaupt keinen Content. Ich will, wenn schon, Content machen.

Der Eine: Was hältst Du von Gedichten?

Der Andere: Gedichte? Fett!

(…)

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Kretischer Dakos. Die weltbeste Zwiebackmahlzeit!

Dakos at Milia Village, Crete

Früher, als kleiner Knirps, mochte ich Zwieback, überschüttet mit heißer Milch. Lag vermutlich auch am drüber gestreuten Zucker. Zwieback als Hauptzutat einer Speise war für mich dann erstmal für fast drei Jahrzehnte tabu. Bis zum Sommer 2011. Da hat sich die kretische Verwandtschaft des harten Gebäcks vehement und über Wochen in mein Leben gekrümelt.

Begonnen hat das bei einer Reise zum wunderschönen Nestos im Nordosten Griechenlands. In einer kleinen Parea (Griechisch für eine temporäre Gruppe, Clique, Basisrecheneinheit beispielsweise in einer Taverne) entschieden wir uns zu einer Übernachtung am Fluss. Campingsachen hatten wir dabei, die Essenvorräte aber hatten Optimierungspotential. Ein Mitreisender war jedoch just von Kreta zurück. Er habe noch Paksimadi im Auto, Tomaten hätten wir ja schließlich auch, statt dem originalen Käse könnten wir ja auch Feta nehmen. Was hast du dabei? Paksimadi, das ist kretischer Zwieback. Zusammen mit Tomaten, Portulak und Mizithra ist das ein typisch kretisches Gericht. Aha. Zwieback also. Wenn du meinst. 

Schnell ein wenig Portulak gesucht, Tomaten im Flusswasser gewaschen, geschnitten, Zwieback kurz in Wasser angeweicht, bisschen Olivenöl drüber, Feta zerbröckelt, etwas Salz. Fertig. 

Dakos at river Nestos, Greece

Fantastisch. Nach langem Schwimmen im irre kalten Gebirgsfluss hätte an diesem Abend sicher vieles gut geschmeckt. Aber dieser Zwiebackteller war eine Wucht. Wenig später war’s an der Zeit, Dakos auf Kreta zu probieren. Selbstgemachter Dakos wurde zu einem unserer Reiserituale und in den Tavernen wurde er zu unserem meist bestellten Gericht. Herausragend waren dabei zwei Versionen: Wenn es einen Ur-Dakos geben sollte, an dem sich von nun an bitte alle orientieren, dann war es der in Milia, ganz oben im Bild und mit Kapern.

Dakos salad at Taverna Gramvoussa, Crete

Dieser Teller ist hingegen offensichtlich eine starke Variation. Starke Variation und griechische Küche sind nun nicht immer Verwandte auf den ersten Blick. Für Puristen ist dieser Teller also nix, geschmacklich war er aber tiptop. So trug er bei zum Top-3-Essen unserer Kretareise in der Taverna Gramvoussa.

Na klar, wir haben ein oder zwei Kilo Paksimadi nach Deutschland mitgenommen. Das war ein wenig optimistisch. Nach mehreren Wochen Kreta konnte ich bislang nämlich in Deutschland seit Oktober nicht mehr als insgesamt 1 Kilo frische Tomaten kaufen. Es stehen seither ausschließlich Dosentomaten auf dem Programm. Hamburger Dakos wird es also frühestens dann geben, wenn mir eine Tomate begegnet, die passt. Schade. Ach, eigentlich nicht. Wenn ich die richtige Tomate finden würde, würde es vielleicht an 29 Grad abends beim Sonnenuntergang fehlen.

Around Milia SD from Daniel Cowen on Vimeo.

PS: Weil es dort wunderbar war, noch ein kleiner Film über Milia. 

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elledark:

Banksy on Advertising“People are taking the piss out of you everyday. They butt into your life, take a cheap shot at you and then disappear. They leer at you from tall buildings and make you feel small. They make flippant comments from buses that imply you’re not sexy enough and that all the fun is happening somewhere else. They are on TV making your girlfriend feel inadequate. They have access to the most sophisticated technology the world has ever seen and they bully you with it. They are “The Advertisers” and they are laughing at you.You, however, are forbidden to touch them. Trademarks, intellectual property rights and copyright law mean advertisers can say what they like wherever they like with total impunity.Fuck that. Any advert in a public space that gives you no choice whether you see it or not is yours. It’s yours to take, re-arrange and re-use. You can do whatever you like with it. Asking for permission is like asking to keep a rock someone just threw at your head.You owe the companies nothing. Less than nothing, you especially don’t owe them any courtesy. They owe you. They have re-arranged the world to put themselves in front of you. They never asked for your permission, don’t even start asking for theirs.”~ Banksy

Denkt mal drüber nach!

elledark:

Banksy on Advertising

“People are taking the piss out of you everyday. They butt into your life, take a cheap shot at you and then disappear. They leer at you from tall buildings and make you feel small. They make flippant comments from buses that imply you’re not sexy enough and that all the fun is happening somewhere else. They are on TV making your girlfriend feel inadequate. They have access to the most sophisticated technology the world has ever seen and they bully you with it. They are “The Advertisers” and they are laughing at you.

You, however, are forbidden to touch them. Trademarks, intellectual property rights and copyright law mean advertisers can say what they like wherever they like with total impunity.

Fuck that. Any advert in a public space that gives you no choice whether you see it or not is yours. It’s yours to take, re-arrange and re-use. You can do whatever you like with it. Asking for permission is like asking to keep a rock someone just threw at your head.

You owe the companies nothing. Less than nothing, you especially don’t owe them any courtesy. They owe you. They have re-arranged the world to put themselves in front of you. They never asked for your permission, don’t even start asking for theirs.”

~ Banksy

Denkt mal drüber nach!

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fluidnetwork Leseparade 2-2012

Das ist ein Sammelsurium. Lesestücke von Co-Workern rund um meinen Arbeitsplatz das betahaus hamburg und angrenzende Hamburger. Die Leseparade funktioniert folgendermaßen: Jede Woche gibt’s auf einem Blog eine Sammlung, zusammengetragen von allen, die etwas beitragen wollen. So entsteht eine breite Themenauswahl, ein Blick über den Tellerrand und in verschiedenste Suppen.

Wer mitmachen will, wendet sich an Jörn-Hendrik, der mit seinem fluidnetwork auch Initiator dieser Lesestoffvermittlungsgemeinde ist. Nun aber zum Wichtigen: Den kuratierten Zeilen:

EDIT: Vor lauter Links die Bäume nicht gesehen - hier der Link zum Ursprung dieses Sammelns.



Wie Teenager zwischen Fronten geraten

By contrast, Dylon and others saw how the same teachers who ignored anti-gay insults were quick to reprimand kids who uttered racial slurs. It further reinforced the message resonating throughout the district: Gay kids simply didn’t deserve protection.

Ein Artikel, der mich echt berührt. Der RollingStone berichtet ausführlich über die Auswirkungen von Schulpolitik in einem District in Minnesota. Die Auflage für Lehrer, sich zu Homosexualität nicht zu äußern und damit sexuelle Diskriminierung zu ignorieren. Wie Suizidraten unter Teenagern, die nicht der Norm entsprechen, stiegen. Und wie sich nach dem 7. Selbstmord in 2 Jahren der Protest regt und Menschen dafür aufstehen, ein anderes Klima zu kreieren.

- gelesen von Frauke Peter -



People are biased against creative ideas, studies find

Creative ideas are by definition novel, and novelty can trigger feelings of uncertainty that make most people uncomfortable. People dismiss creative ideas in favor of ideas that are purely practical — tried and true.

Wie kann es sein das in vielen Chefetagen und besonders in den Abschlussrunden der Pitches von Kreativagenturen die wirklich guten kreativen Ideen meistens abgeschossen werden? Warum einigt man sich letztlich ausgerechnet auf die mitunter langweiligste Idee, die vielleicht nur ein lauwarmer Aufguss des Status Quo ist?

Die Studie “The bias against creativity: Why people desire but reject creative ideas”von der Cornell University New York und der University of Pennsylvania muss wie Balsam auf der verletzten Seele der Kreativen wirken. Die Zusammenfassung die Luc hier auf seinem Blog Neurartes postet ist sehr lesenwert!

- gelesen von Jörn Hendrik Ast -



How to Change Your Life: An Epic, 5,000-Word Guide to Getting What You Want

LIFE

The only real difference between you, the one that does nothing, and you the super successful multi-millionaire, is that the other guy gets up over and over again, like a boxer in the ring that needs to win the fight.

Ich muss zugegeben, dass ich diese amerikanische Self-Tuning-Literatur, deren prominentester Vertreter sicherlich Tim Ferriss (4-Hour-Work/Body) ist, irgendwie mag. Hier erklärt uns Julien Smith in nur 5.000 Wörtern fünf wichtige Tipps, um unser Leben auf eine neue Stufe zu heben. Clever: Nach jedem Punkt helfen Hausaufgaben bei der Transformation der Theorie in den eigenen Alltag. Unbedingt ausprobieren!

- gelesen von Jan C. Rode, Der Medienlotse -
- Bild von rbackowski auf flickr - 



Meet the Mother of All Processes

With the shift from Mass Production to Mass Customization, forward-thinking businesspeople must take on the most crucial reengineering project of all, reshaping management’s role in a way that will close the employee engagement chasm.

In einem Gastbeitrag schreibt John M. Bernard, Autor des Buches “Business at the Speed of Now” auf Brian Solis’ Blog darüber, wie neue Anforderungen neues Management brauchen. Wie wichtig es heute ist, engagierte Angestellte zu haben und wie erbärmlich modernes Management genau dabei oft versagt.

So rennt er bei mir offene Türen ein und lässt mich mal wieder daran denken, welche Kraft Storys an dieser Stelle entfalten. Nein, nicht diese glitzernden Corporate-Success-Storys oder Mission-Statement. Echte Geschichten, große Geschichten. Menschliche Geschichten. 

- gelesen von Valentin Heyde



Der Tod des Cyberflaneurs

Den Haag le flaneur

Wie der deutsche Schriftsteller Franz Hessel, der gelegentlich mit Walter Benjamin zusammenarbeitete, es einmal formuliert hat: “Um richtig zu flanieren, darf man nichts allzu Bestimmtes vorhaben.” Verglichen mit Facebooks äußerst deterministischem Universum erscheint selbst Microsofts phantasieloser Slogan aus den neunziger Jahren - “Where do you want to go today?” - aufregend subversiv.

Ich hatte eigentlich vor, hier keinen Spon-Artikel zu verlinken. Eben weil wir alle Spon lesen. Doch genau darum geht es in dem Artikel. 

In seinem Gastbeitrag beschreibt  Evgeny Morozov wie Facebook und Co das Flanieren im Web aussterben lassen. Es wird immer schwerer sich im Netz überraschen zu lassen. Kaum möglich zwischen den Empfehlungen von Freunden etwas zu finden, an dass man nicht gedacht hat. Und ohne Überraschung stirbt die spontane Inspiration und wird vom Druck des sozialen ersetzt.

- gelesen von Christian Riedel
- Bild von Arjen Stilklik auf flickr -

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via roitsch

889 Notes

nevver:

Marketoonist

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Censorship Tells the Wrong Story



Schöne Kampagne. 

(via whudat.de)

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ateCloud - my daughter’s brand new table application. 

ateCloud - my daughter’s brand new table application. 

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Die Otto-Group war für eine Woche zu Gast im Betahaus Hamburg - und damit auch in meinem Büro. Im Anschluss hat Otto dieses schöne Film-Resümee gezogen. Als ich nach Feedback gefragt wurde, habe ich folgende Zeilen geschickt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und freue mich auf kommende Schritte. Glückwunsch an Otto, für diese gelungene Initiative. 

Otto… find’ ich gut. Hätte ich nur 16 Zeichen Platz für ein Feedback zum betahaus-Camp der Otto Group, würde ich wohl diesen altgedienten Slogan entleihen. Zum Glück habe ich mehr Raum, dann klingt’s auch nicht so abgedroschen:

Ich glaube, dass das Otto-Projekt allen Beteiligten gut getan hat. Dem betahaus, Otto und den Mitarbeitern der verschiedenen Gesellschaften und uns, den Coworkern. Denn wir leben in der gleichen Welt, dem gleichen Wirtschaftssystem und in mancher hinsicht doch auf komplett verschiedenen Planeten.

Da ist der Otto-Besuch vielleicht soetwas wie der erste bemannte Mars-Besuch gewesen. Es hat Spaß gemacht die Besucher bei der Landung in Empfang zu nehmen. Das war eine Abwechslung und ganz wie im echten Leben inspiriert der Besuch von Außenstehenden.

Ich überspanne jetzt mal das Bild und entleihe ein paar Parallelen aus der Science-Fiction-Welt:

1. Unglaubliche Begegnung der dritten Art: Der erste Kontakt ist per se ein besseres Thema als die Besuche 2 und folgend. Mit der frühen Initiative hat sich Otto hier schon mal als besonderes Gegenüber in die Geschichtsbücher der betahaus-Bewohner geschrieben.

2. E.T. Alle Otto-Kundschafter haben in den beta-Tagen sicher ein Gespür dafür bekommen, wie wichtig es ist, Kreativen und selbstbewussten Freien eine Umgebung zu schaffen, in der sie sich wohl fühlen. Sie werden sonst nicht nur nach Hause telefonieren wollen, sondern schlicht und einfach das Weite suchen.

3. Avatar. Es gibt klare Linien zwischen Gut und Böse. Hätten die Bewohner dieses Planeten das Gefühl, ausgenutzt zu werden oder um ihre Ressourcen betrogen, würden sie mit Abwehrkampf reagieren. Etwas konkreter: Beim ersten Besuch macht der geistige Austausch einfach Spaß. Ab dem zweiten Besuch wird die Frage nach gegenseitigem Nutzen wichtiger werden - da wird dann der Besuchte schnell zum Berater, der für seine Beratung auch bezahlt werden will. Und muss.

4. Men in black. Ich kann zwar nur für mich sprechen, aber ich glaube, dass wir alle hier prinzipiell freundlich gegenüber Außerirdischen eingestellt sind. Würde aber ein Konzern-Raumschiff andocken und sich entgegen unserem Code verhalten, würde die Stimmung sicher schnell kippen.

Kurzum: Die Woche hat großen Spaß gemacht. Ohne berechnend erscheinen zu wollen müsste sich bei zukünftigen Projekten aber ein direkter, auch monetärer Nutzen für die User-Seite zeigen. Es würde mich freuen, wenn es weiter geht. Und vor allem, wenn es konkret wird. Erkundendungstrupps zu senden ist eine Sache, konkrete Projekte zu stemmen eine andere. Gemeinsam neue Galaxien und unendliche Weiten entdecken, spannende Missionen zu starten - das wären schöne Fortsetzungen. Enttäuscht wäre ich hingegen, wenn die fruchtbare Zusammenarbeit mit Konzernen und mit Otto im Speziellen eines bliebe: Science-Fiction. 

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Schönes, bisschen zu langes Parkour-Video. (via nerdcore)