fluidnetwork Leseparade 2-2012
Das ist ein Sammelsurium. Lesestücke von Co-Workern rund um meinen Arbeitsplatz das betahaus hamburg und angrenzende Hamburger. Die Leseparade funktioniert folgendermaßen: Jede Woche gibt’s auf einem Blog eine Sammlung, zusammengetragen von allen, die etwas beitragen wollen. So entsteht eine breite Themenauswahl, ein Blick über den Tellerrand und in verschiedenste Suppen.
Wer mitmachen will, wendet sich an Jörn-Hendrik, der mit seinem fluidnetwork auch Initiator dieser Lesestoffvermittlungsgemeinde ist. Nun aber zum Wichtigen: Den kuratierten Zeilen:
EDIT: Vor lauter Links die Bäume nicht gesehen - hier der Link zum Ursprung dieses Sammelns.
By contrast, Dylon and others saw how the same teachers who ignored anti-gay insults were quick to reprimand kids who uttered racial slurs. It further reinforced the message resonating throughout the district: Gay kids simply didn’t deserve protection.
Ein Artikel, der mich echt berührt. Der RollingStone berichtet ausführlich über die Auswirkungen von Schulpolitik in einem District in Minnesota. Die Auflage für Lehrer, sich zu Homosexualität nicht zu äußern und damit sexuelle Diskriminierung zu ignorieren. Wie Suizidraten unter Teenagern, die nicht der Norm entsprechen, stiegen. Und wie sich nach dem 7. Selbstmord in 2 Jahren der Protest regt und Menschen dafür aufstehen, ein anderes Klima zu kreieren.
- gelesen von Frauke Peter -

Creative ideas are by definition novel, and novelty can trigger feelings of uncertainty that make most people uncomfortable. People dismiss creative ideas in favor of ideas that are purely practical — tried and true.
Wie kann es sein das in vielen Chefetagen und besonders in den Abschlussrunden der Pitches von Kreativagenturen die wirklich guten kreativen Ideen meistens abgeschossen werden? Warum einigt man sich letztlich ausgerechnet auf die mitunter langweiligste Idee, die vielleicht nur ein lauwarmer Aufguss des Status Quo ist?
Die Studie “The bias against creativity: Why people desire but reject creative ideas”von der Cornell University New York und der University of Pennsylvania muss wie Balsam auf der verletzten Seele der Kreativen wirken. Die Zusammenfassung die Luc hier auf seinem Blog Neurartes postet ist sehr lesenwert!
- gelesen von Jörn Hendrik Ast -

The only real difference between you, the one that does nothing, and you the super successful multi-millionaire, is that the other guy gets up over and over again, like a boxer in the ring that needs to win the fight.
Ich muss zugegeben, dass ich diese amerikanische Self-Tuning-Literatur, deren prominentester Vertreter sicherlich Tim Ferriss (4-Hour-Work/Body) ist, irgendwie mag. Hier erklärt uns Julien Smith in nur 5.000 Wörtern fünf wichtige Tipps, um unser Leben auf eine neue Stufe zu heben. Clever: Nach jedem Punkt helfen Hausaufgaben bei der Transformation der Theorie in den eigenen Alltag. Unbedingt ausprobieren!
- gelesen von Jan C. Rode, Der Medienlotse -
- Bild von rbackowski auf flickr -

With the shift from Mass Production to Mass Customization, forward-thinking businesspeople must take on the most crucial reengineering project of all, reshaping management’s role in a way that will close the employee engagement chasm.
In einem Gastbeitrag schreibt John M. Bernard, Autor des Buches “Business at the Speed of Now” auf Brian Solis’ Blog darüber, wie neue Anforderungen neues Management brauchen. Wie wichtig es heute ist, engagierte Angestellte zu haben und wie erbärmlich modernes Management genau dabei oft versagt.
So rennt er bei mir offene Türen ein und lässt mich mal wieder daran denken, welche Kraft Storys an dieser Stelle entfalten. Nein, nicht diese glitzernden Corporate-Success-Storys oder Mission-Statement. Echte Geschichten, große Geschichten. Menschliche Geschichten.
- gelesen von Valentin Heyde -

Wie der deutsche Schriftsteller Franz Hessel, der gelegentlich mit Walter Benjamin zusammenarbeitete, es einmal formuliert hat: “Um richtig zu flanieren, darf man nichts allzu Bestimmtes vorhaben.” Verglichen mit Facebooks äußerst deterministischem Universum erscheint selbst Microsofts phantasieloser Slogan aus den neunziger Jahren - “Where do you want to go today?” - aufregend subversiv.
Ich hatte eigentlich vor, hier keinen Spon-Artikel zu verlinken. Eben weil wir alle Spon lesen. Doch genau darum geht es in dem Artikel.
In seinem Gastbeitrag beschreibt Evgeny Morozov wie Facebook und Co das Flanieren im Web aussterben lassen. Es wird immer schwerer sich im Netz überraschen zu lassen. Kaum möglich zwischen den Empfehlungen von Freunden etwas zu finden, an dass man nicht gedacht hat. Und ohne Überraschung stirbt die spontane Inspiration und wird vom Druck des sozialen ersetzt.
- gelesen von Christian Riedel -
- Bild von Arjen Stilklik auf flickr -